Ein (privates) Facebook-Profil hat ja eigentlich jeder
Darüber bist du wahrscheinlich schon seit vielen Jahren mit deinen Freunden im Kontakt und postest allerlei Lustiges und Bemerkenswertes aus deinem Privatleben – was du aber auch nur mit deinen Freunden teilen möchtest.
Aber, was ist, wenn du Facebook geschäftlich nutzen willst und deine Produkte und Dienstleistungen über deinen Freundeskreis hinaus bekannt machen möchtest?
Dann reicht dieses private Profil nicht aus. Genau für diesen Fall hat Facebook ein weiteres Tool geschaffen: die Facebook-Seite. Umgangssprachlich wurde sie früher auch als „Fanpage“ bezeichnet. Und oft hört man auch „Facebook Unternehmensseite“. Die Facebook-Seite sieht auf den ersten Blick ähnlich aus, weist aber zahlreiche Unterschiede zum privaten Facebook-Profil auf.
Worin unterscheiden sich Facebook-Profil und Facebook-Seite?
Ein privates Facebook-Profil ist dafür gemacht, dass du dich als Person mit anderen Menschen vernetzt: mit Freunden, Familie, Bekannten. Es ist auf persönliche Inhalte, private Sichtbarkeitseinstellungen und 1:1-Verbindungen („Freundschaften“) ausgelegt.
Eine Facebook-Unternehmensseite ist dagegen genau für das gedacht, was im gewerblichen Kontext wichtig wird: dein Angebot darstellen, Reichweite aufbauen, neue Interessenten erreichen, Kunden gewinnen – und dabei die Funktionen nutzen, die Facebook für Unternehmen bereitstellt.
Warum das Facebook-Profil im Business oft nicht reicht
Bei einem privaten Profil läuft alles über Freundschaften. Das heißt: Menschen müssen dir eine Anfrage schicken, du musst bestätigen – und dann bewegen sich viele Inhalte in einem eher persönlichen Rahmen. Für Kunden ist das unpraktisch und oft auch schlicht unpassend.
Eine Unternehmensseite funktioniert anders: Hier können Menschen dir einfach folgen, ohne dass du etwas bestätigen musst. Das ist im Business-Kontext entscheidend, weil du damit Reichweite aufbauen kannst, ohne Hürden einzubauen. Außerdem ist die Seite grundsätzlich darauf ausgerichtet, öffentlich sichtbar zu sein – genau das, was du willst, wenn du mit deinem Angebot gefunden werden möchtest.
Business-Tools mit mehr Möglichkeiten
Ein privates Profil ist im Kern ein Kommunikationsprofil. Eine Unternehmensseite ist ein Business-Auftritt – und das merkst du vor allem an den Tools. Mit einer Unternehmensseite bekommst du Funktionen, die ein Profil entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt bietet, zum Beispiel:
- Statistiken/Insights (damit du siehst, was funktioniert und was nicht)
- Call-to-Action-Buttons (z. B. „Anrufen“, „Nachricht senden“, „Termin buchen“ – je nach Setup)
- Werbeanzeigen schalten (wenn du Reichweite gezielt aufbauen willst)
- bessere Verwaltungs- und Rollenlogik (wichtig, wenn du nicht alles allein machen willst)
Mit diesen Features machst du Social Media für dein Business planbar und messbar.
Meta Business Suite – kostenlos planen und posten
Anders als bei deinem Facebook-Profil, wo du einfach spontan postest, was dir in den Sinn kommt, kannst du auf deiner Facebook-Seite Posts auch so vorbereiten und planen, dass sie erst später online gehen sollen – gemäß deines vorbereiteten Content-Plans und zu Zeiten, wo deine Follower auch wirklich am Start sind.
Und hier kommt ein weiteres, spannendes Tool von Facebook bzw. Meta ins Spiel: Mit einer Facebook-Seite kannst du die Meta Business Suite kostenlos nutzen – und damit deine Inhalte deutlich entspannter organisieren. Das bedeutet konkret:
- du kannst Beiträge vorplanen (statt immer spontan posten zu müssen)
- du kannst Posts veröffentlichen, ohne jedes Mal „live“ dran denken zu müssen
- du hast deine Facebook-Inhalte (und je nach Verknüpfung auch Instagram) an einem Ort im Griff
- du arbeitest strukturierter, weil du dir z. B. einen festen Content-Tag im Monat setzen kannst
Damit werden deine Social Media-Aktivitäten plötzlich vom Dauerstress zum organisierten System.
Warum die Facebook-Seite auch organisatorisch sinnvoll ist
Ein privates Profil gehört einer Person – und damit hängt alles an genau dieser einen Person. Das ist im Business oft unpraktisch, zum Beispiel wenn:
- jemand aus dem Team mitarbeiten soll
- eine Assistenz Beiträge vorbereitet
- ein Dienstleister (z. B. für Content oder Ads) zeitweise Zugriff braucht
Bei der Unternehmensseite kannst du Rollen vergeben (z. B. Admin, Redakteur). Das macht Zusammenarbeit überhaupt erst sinnvoll möglich – und ist nebenbei auch sicherer, weil nicht jeder alles können muss.
Ich hab zum Beispiel von vielen meiner Kunden administrativen Zugriff auf ihre Facebook-Seiten und kann jederzeit von meinem eigenen Account heraus, ihre Posts, Stories und Reels auf Wochen im Vorhinein planen. Total übersichtlich und fehlerfrei. Zudem kann auch jeder Post beworben und die Zielgruppe dafür genau festgelegt werden.
Auch wichtig: Regeln einhalten
Facebook unterscheidet klar zwischen privater und gewerblicher Nutzung. Wenn du im geschäftlichen Kontext unterwegs bist, ist die Facebook-Seite das passende Format – ansonsten kannst du plötzlich auch Stress mit der Plattform bekommen.
Alle Unterschiede in der Übersicht
| Funktion | Privates Facebook-Profil | Facebook-Unternehmensseite |
|---|---|---|
| Zweck | Kontakt mit Freunden und Familie pflegen, persönliche Inhalte teilen. | Produkte, Dienstleistungen und die Marke präsentieren, Kunden gewinnen. |
| Verbindungen | Man hat „Freunde“ (man muss sich gegenseitig bestätigen). | Man hat „Follower“ oder „Fans“ (jeder kann folgen/liken). |
| Sichtbarkeit | Inhalte können privat gehalten und nur mit Freunden geteilt werden. | Standardmäßig öffentlich, um maximale Reichweite zu erzielen. |
| Rechtliches | Die Nutzung für geschäftliche Zwecke verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook. | Entspricht den Nutzungsbedingungen für gewerbliche Aktivitäten. |
| Tools | Weniger Funktionen für Marketing und Analyse. | Spezielle Tools für Unternehmen (z. B. Werbeanzeigen, Statistiken, Call-to-Action-Buttons). |
| Verwaltung | Kann nur von einer Person (dem Profilinhaber) verwaltet werden. | Kann von mehreren Personen mit unterschiedlichen Rollen (z. B. Admin, Redakteur) verwaltet werden. |
Wenn du etwas verkaufen oder deine Marke bewerben möchtest, solltest du eine Facebook-Unternehmensseite nutzen – weil sie für Reichweite, Tools, Auswertung und Verwaltung gemacht ist.
Aber: Dein privates Facebook-Profil ist die „Eintrittskarte“, um die Seite überhaupt erstellen und verwalten zu können. Ohne dein privates Profil geht es nicht. Die geschäftliche Kommunikation gehört dann aber auf die Facebook-Unternehmensseite.
FAQ: Facebook-Seite vs. privates Profil im Business
Kann ich einfach mein privates Profil „umstellen“, damit es eine Unternehmensseite wird?
Nein – Profil und Seite sind zwei unterschiedliche Kontotypen. Du kannst zwar bestimmte Einstellungen anpassen, aber ein Profil wird dadurch nicht automatisch zur Seite. Der saubere Weg ist: Profil behalten (zum Verwalten) und zusätzlich eine Facebook-Seite fürs Business anlegen. Bei Instagram ist das übrigens anders. Hier stellst du tatsächlich dein „normales“ Profil auf „Business“ oder „Creator“ um, ohne ein weiteres Konto zu benötigen.
Muss ich mein privates Profil öffentlich machen, wenn ich eine Facebook-Seite betreibe?
Nein. Dein privates Profil kann komplett privat bleiben. Für Sichtbarkeit sorgt die Facebook-Seite – die ist der öffentliche Auftritt. Dein Profil dient nur dazu, die Seite zu erstellen und zu verwalten.
Sehen Kunden meinen privaten Namen, wenn ich als Seite poste?
Wenn du „als Seite“ postest, erscheint der Beitrag im Namen der Seite. Dein privates Profil ist dafür nicht automatisch sichtbar. Das ist auch der große Vorteil, wenn du die Social Media-Arbeit an jemanden outsourct. Diese Personen oder Agenturen können dann wiederum von ihren eigenen privaten Profilen posten, ohne dass diese Profile sichtbar wären. Wichtig ist nur, beim Posten wirklich die Seite auszuwählen (nicht aus Versehen als Profil zu posten).
Kann ich mehrere Facebook-Seiten mit einem einzigen privaten Profil verwalten?
Ja. Du kannst mit einem Profil mehrere Seiten anlegen und verwalten (z. B. wenn du mehrere Angebote, Standorte oder Marken hast). Das ist sogar ziemlich üblich.
Was ist, wenn ich keine Werbung schalten will – brauche ich die Seite dann trotzdem?
Ja, wenn du Facebook geschäftlich nutzen willst. Auch ohne Werbung ist die Seite der passende Rahmen für öffentliche Reichweite, klare Kontaktmöglichkeiten, Planung/Posting über die Meta Business Suite und eine professionelle Trennung zwischen privat und Business.
Was passiert, wenn mein privates Profil gesperrt wird – ist dann auch die Unternehmensseite weg?
Dein Profil ist der Zugang zur Verwaltung. Wenn du alleiniger Admin bist und dein Profil gesperrt wird, kann das die Verwaltung der Seite blockieren. Deshalb ist es sinnvoll, bei Bedarf eine zweite Person als Admin hinzuzufügen (z. B. Assistenz oder Business-Partner).
Facebook-Seite vom Profi erstellen lassen
Du hast weder Zeit noch Lust, dich mit der Erstellung einer Facebook-Seite herumzuschlagen? Kein Problem, ich unterstütze dich gern in allen administrativen Fragen zum Thema Facebook-Seite und übernehme auch gern die Content-Erstellung, Planung und Veröffentlichung für dich.