Die 11 wichtigsten Faktoren einer sensationell guten Website

– und wie du sie auf deiner eigenen Website im Handumdrehen umsetzen kannst

Übersicht

Hast du dich schon mal gefragt, was die Geheimnisse einer wirklich guten Website sind? Es gibt drei goldene Regeln für wirklich herausragende Websites. Too good to be true? Komischerweise beherzigt sie trotzdem kaum jemand:

1. Finde einen Sinn

Deine Website ist nicht nur dazu da, um schön auszusehen. Sie ist Mittel zum Zweck, soll etwas für dich erreichen. Sei dir über den Sinn im Klaren. Und verlier ihn bei der Suche nach der perfekten Schrift und den am besten zu dir passenden Farben nicht aus den Augen.

2. Einfach geht vor schlau

Wenn wir von unserem privaten zu unserem öffentlichen Ich wechseln, kriegen wir es mit der Angst. Wir wollen professionell und intelligent rüber kommen. Verständlich. Aber je mehr wir grübeln und umformulieren, desto weniger werden wir verstanden. Vermeide die Klugheitsfalle, und alles wird gut.

3. Weniger ist mehr

Im Internet wird nicht gelesen, sondern gescannt. Macht man selbst nicht anders. Wenn es um die eigene Darstellung geht, wird es trotzdem gern episch. Kürz deine Texte so doll ein, wie du kannst. Und dann noch etwas mehr. Überleg dir bei jedem Wort, ob es dich deinem Ziel näher bringt. Wenn nicht, streich es weg.

Formulier dein Ziel

Bevor du anfängst, dich in dein Website-Abenteuer zu stürzen, überleg dir, was du der Welt mitteilen möchtest. Was könnte der Sinn (siehe Goldene Regel Nr. #1) und damit das Ziel deiner Website sein?

Mögliche Ziele:

Verkaufen (Produkte oder Dienstleistungen)
Informieren (über Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten etc.)
Die Konkurrenz verunsichern
Neue Mitarbeiter finden
Als Experte(n) anerkannt werden
usw.

Es ist erstaunlich, wie oft ich meinen Kunden die Frage nach dem Ziel stelle und sie keine Antwort darauf haben. Gar entrüstet abwinken. Meine Frage kommt einer Provokation gleich – was ernsthaft nicht so gemeint ist.

Eine Antwort, die ich für sinnlos erachte, lautet: „Weil das doch heutzutage dazu gehört.“ Nun, ich behaupte mal: Nein, tut es nicht. Nicht jeder braucht eine Website. Manch einer ist mit einem Social Media-Account besser bedient. Aus Gründen.

Guten Website
Guten Website

Eine Antwort bei der ich große Ohren bekomme: „Weil man es von mir erwartet.“ Bingo! Wir kommen dem Ziel näher. Ich frag: „Wer und warum erwartet er/sie das?“ Und dann geht’s los … „Na, weil mich jemand gesucht und nicht gefunden hat.“ – „Warum hat er dich gesucht?“ – „Weil …“

Und ohne es zu wissen, sprudeln meine Kunden ihre Ziele hervor, von denen sie gar nicht wussten, dass es ihre Ziele sind. Man muss nur die richtigen Fragen stellen.

Mach also folgende einfache Übung, um deine Ziele zu erkennen: Führe einen inneren Dialog. Und du weißt Bescheid.

Schreib dein Ziel auf, damit du es nicht aus den Augen verlierst. Wirklich. Es wird früher oder später im Prozess deiner Website-Erstellung passieren. Mehrfach. Ich weiß, wovon ich spreche. Nicht nur aus Kundensicht. Auch wir Webdesigner selbst sind nicht davor gefeit, uns in der endlosen Suche nach dem schönsten Design total zu verrennen.

Strukturier deine Website

Jetzt, wo dir dein Ziel klar ist, brech es herunter. Überleg dir, wie du das Ziel in eine Strategie umwandelst. Die Strategie ist sehr simpel und lautet:

Wie bekomme ich die Menschen, die meine Website besuchen dazu, dass ich mein Ziel erreiche?

Die Aufgabe kann leicht oder schwer sein, je nachdem, was dein Ziel ist. Ist dein Ziel, deine Besucher lediglich über etwas zu informieren, kann es ein Selbstgänger sein. Wer direkt Leistungen über seine Website verkaufen möchte, hat es schwerer.

Und nein, wir sind noch nicht dabei Bilder auszusuchen. Auch wenn das verlockend ist. Erst die Pflicht, dann die Kür.

Startseite, Angebot, Über uns, Kontakt

Das sind die vier wichtigsten Seiten einer Website. Und unserer Erfahrung nach, die, mit denen man direkt starten und online gehen kann. Auch wenn man gefühlt mehr machen möchte. Wenn es nicht dringend notwendig ist, dann füg weitere Seiten erst später hinzu.

Man spricht bei so einem Ansatz vom „kleinsten lebensfähigen Produkt“ oder vom „minimal viable product (MVP)“. Was so viel heißt wie: Weniger geht nicht. Aber mehr muss erstmal auch nicht.

All in One oder – Der Onepager

Alternativ können diese vier Seiten auch vier Abschnitte auf einer einzigen Website sein. Dann spricht man von einem Onepager, also einer Website, die nur aus einer einzigen Seite besteht. Für kleine Websites kann das eine gute und ausreichende Lösung sein.

Rechtliche Seiten

Bevor ich falsch verstanden werde: Ein fehlerfreies Impressum sowie eine aktuelle Datenschutzerklärung sind immer Pflicht.

Daher sind es dann bei einem MVP mindestens sechs Seiten oder analog bei einem Onepager immer plus zwei Seiten mit den rechtlich relevanten Texten. Der DSGVO sei’s gedankt.

Die Navigation

Die Navigation ist das, was uns von einer Seite zur anderen oder von einem Abschnitt zum nächsten hüpfen lässt. Es ist der Teil der Website, der an immer der gleichen Stelle erscheint. Darauf sollte Verlass sein.

Stell dir die Navigation vor wie die Tasten in einem Fahrstuhl. Sie werden benötigt, damit die Leute irgendwo hin kommen. Und sie sollten leicht erreichbar sein. Möglichst an einer Stelle, wo man sie üblicherweise erwartet. Und nicht in jedem Fahrstuhl ganz woanders.

Hättest du Lust hochzuhüpfen, weil so ein schlauer Architekt auf die Idee gekommen ist, die Knöpfe an die Decke zu machen? Nein? Eben.

Mit der Navigation herum zu experimentieren, sie zu einem Suchspiel und möglichst schwer erreichbar zu machen, ist keine gute Idee. Wirklich nicht!

Der perfekte Platz

Oben rechts. Oder oben mittig. In voller Schönheit. Kein Hamburger-Menü (das sind diese drei Striche, die man vom Handy kennt, aber nicht auf seinem Computer erwartet). Das oben ist genug Platz.

Mach es deinen Besuchern so einfach wie möglich (siehe Goldene Regel Nr. #2). Sei nicht smart. Sei nicht kreativ. Eine Website ist keine Kunst. Sie ist ein Werkzeug.

Passend dazu das weltkürzeste aber allerbeste Zitat in the whole universe: „Don’t make me think.“ Noch Fragen?

(Steve Krug: Don’t Make Me Think: A Common Sense Approach to Web Usability)

The Magical Number Seven

Ein Grundsatz aus der Psychologie von George. A. Miller, auch als Millersche Zahl bekannt, der besagt, dass wir Schwierigkeiten haben, mehr als sieben Dinge gleichzeitig wahrzunehmen.

Wenn wir diese Idee auf unsere Navigation übertragen, dann heißt das:

Sieben Navigationspunkte oder Links sind noch okay. Wenn du mehr Links haben sollte, dann fass sie in Gruppen und Untermenüs zusammen.

Das Logo

Bevor ich es vergesse: Links neben der Navigation befindet sich meistens noch das Logo. Insofern es eins gibt. Manchmal steht da auch nur ein Name. Auch das ist ausreichend.

Nicht jeder benötigt ein eigenes Logo, was ja die Funktion der Wiedererkennung eines Unternehmens hat und Teil des Brandings ist. Man kann auch mal die Kirche im Dorf lassen und ohne eigenes Logo auskommen.

Aber wenn es eins gibt, dann befindet es sich meistens oben links. Seltener in der Mitte. Noch seltener ganz rechts. Beide Positionen sind noch akzeptabel. Aber links oben ist das, was wir seit mehr als 20 Jahren gelernt haben. Daher, wenn’s nicht wirklich triftige Gründe gibt, kann es da ruhig bleiben.

Das Logo ist immer verlinkt mit der Startseite einer Website. Auch das ist gelernt, weswegen viele Websites sich die Home- oder Startseiten-Links bereits sparen und auf die Klickbarkeit des Logos bauen.

Ein Klick auf das Logo bringt uns immer wieder auf die Startseite oder „Geh zurück auf Los!“

Header & Footer

Der Vollständigkeit halber: Gemeinsam mit der Navigation und dem Logo nennt man den ganzen oberen Bereich Header.

Der Header wiederholt sich auf jeder Seite und sollte immer identisch aussehen. Es sei denn, es gibt Gründe die dagegen sprechen. Beispielsweise könnte ein ganz eigener Bereich auch eine eigene Navigation und damit einen anders aussehenden Header haben.

Ebenso wiederholt sich der Footer auf jeder Seite. Er bildet am unteren Rand der Seite den Abschluss und enthält verschiedene Informationen, beispielsweise:

Links für die rechtlichen Seiten: Impressum, Datenschutzerklärung, Cookies
Eventuell weitere Links für Landingpages, einzelne Blogartikel, wichtige Seiten
Kurzbeschreibung des Unternehmens oder der Leistungen
Anmeldung zum Newsletter
Call to Action, z.B. Aufforderung zur Kontaktaufnahme

Tatsächlich wird die Bedeutung des Footers oft unterschätzt. Aber aus Studien weiß man, dass sehr häufig schnell nach unten gescrollt wird, um am Footer Halt zu machen und sich neu zu orientieren. Hier sind also viele Chancen für enthalten, um den Besucher im Flow zu halten.

Die Homepage

Next up let’s make our Homepage. The key with this homepage is to make your website purpose clear. You want to visitors to understand what this website is about.

And from there I felt good about the homepage. It’s communicates the purpose of the site effectively and moves visitors on to the next step quickly— either learn our story our shop drums!

Die Angebotsseite

Die About-Seite

Die Kontaktseite

Die Kontaktseite ist dein Arbeitstier. Sie wird oft aufgesucht, denn hier findet der Kontakt statt. Und hier kommst du deinem Ziel näher, dass dich jemand anspricht:

Sie enthält zum Beispiel:

  • Öffnungszeiten
  • Anfahrtsbeschreibung
  • Straßenkarte
  • Adresse
  • Telefon
  • Mail-Adresse
  • Kontaktformular

Da sie dafür verantwortlich ist, Interessenten zu Kunden zu machen, versteck sie bloß nicht irgendwo. Zeig sie offen. Am besten in deiner Navigation, vielleicht sogar als auffälligen Extra-Button.

Ein Foto auf dieser Seite der Person schadet nicht. Denn das gibt den letzten Push, sich zu melden.

Inhalte

Nachdem wir die relevanten Seiten bereits identifiziert haben, geht es darum, sie zu befüllen.

Inhalte werden gern auch Content genannt. Wir erinnern uns: Content is King. Scheint also wichtig zu sein.

Gemeint ist mit beiden Begriffen das gleiche. Im Grunde, alles, was wir lesen, sehen oder hören können: Texte, Bilder, Grafiken, Icons, Logos, Straßenkarten, Videos und Audio-Dateien.

Wenn also jemals jemand zu dir gesagt hat: Ich brauche Inhalte. Dann kann damit ganz schön viel gemeint sein. Es lohnt sich daher, diesen allgemeinen Begriff zu präzisieren.

Texte

Texte sind das, was die meisten Menschen für das Relevanteste an einer Website halten. Mit Recht. Texte sind super wichtig, denn sie sind deine beste Chance, scanbare Informationen bereit zu halten.

Scanbar nicht nur für Leser, sondern auch für Google. Google kann viel, aber bis dato beherrscht es noch keine wirklich gute Bilderkennung (oder besser: keine semantische Deutung der Inhalte eines Bildes) oder gar die Erkennung von gesprochener Sprache in Videos. Aber es lernt.

Texte sind das, was Menschen sich eventuell rauskopieren und speichern. Mit Bildern und Video tun sie das kaum. Und bei Videos haben sie sowieso Probleme, später die entscheidenden Stellen wieder zu finden.

Texte sind also eine hervorragende Möglichkeit für dich, deine Ziele zu erreichen. Du erinnerst dich sicher noch an die Goldene Regel Nr. #1.

In Texten kannst du wunderbar deine Argumente platzieren, um deine Ziele zu erreichen. Zum Beispiel:

Features deiner Produkte oder Dienstleistungen
Die Benefits deines Angebots
Häufig gestellte Fragen
Kundenstimmen
Referenzen
Deine Mission

Und zwar so ausführlich wie du es möchtest. Du hast die Möglichkeit, innerhalb deiner Texte auf alle möglichen und unmöglichen Fragen einzugehen und damit Argumente aus dem Weg zu räumen, die deine Besucher und Kunden davon abhalten könnten, dich auszuwählen oder bei dir zu kaufen.

Deine Website ist dein Verkäufer

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass deine Website 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 356 Tage im Jahr für dich arbeitet? Ohne Geld zu kosten, Urlaub zu verlangen oder schlechte Laune zu bekommen?

Wenn man sich das vor Augen hält, ist es nahezu absurd, warum es überhaupt noch schlechte Websites auf diesem Planeten gibt. Unter uns: Wie doof kann man sein, sich diese Chance entgehen zu lassen?

Wie man gut schreibt

Das ist ein großes und langes Kapitel für sich. Hier nur mal die Basics für den Start. Die besten Tipps, die man geben kann, lauten:

Schreib, wie du sprichst und nicht wie in einer wissenschaftlichen Abhandlung
Benutz einfache Worte, keinen Fachjargon, den nur einige wenige verstehen
Schreib kurz, prägnant, klar, sachlich bis leicht humorvoll
Schreib positiv, wertschätzend, mach andere Leute nicht schlecht
Schreib fehlerfrei – braucht man nicht zu erwähnen? Denkste

Top Tipp Nr. #1: Lies mal vor

Wenn du deine Texte fertig hast, dann lies sie jemanden so vor, als ob er dich gefragt hätte, was du beruflich tust.

Wenn du dabei anfangen musst, zu lachen oder du dich für deine eigenen Worte sogar schämst, hast du noch ein Stückchen Arbeit vor dir.

Top Tipp Nr. #2: Schreib nicht über dich selbst

Über sich selbst zu schreiben, bzw. aus der eigenen Warte zu formulieren, ist ein typischer Fehler. Schreib stattdessen über deine Leser: Was brauchen sie? Womit kannst du ihnen helfen? Welches Problem löst du für sie?

Top Tipp Nr. #3: Bring Beweise

Nicht in Form von Behauptungen, sondern in Form von tatsächlich erfolgten Aussagen deiner Kunden, Follower oder Interessenten.

Das können Zitate zufriedener Käufer sein. Rezensionen und Bewertungen bei Google & Co. Auch Referenzen bei erfolgten Projekten sind ein Beleg dafür, dass du offenbar in deinen Beruf anerkannt bist und wertgeschätzt wirst.

Solche „Testimonials“ bauen Vertrauen auf und Ängste ab. Denn sie sind der einzige Beweis, dass das, was du behauptest, auch stimmt.

Fotos

Websites bestehen aus Texten und Bildern – mehr ist es eigentlich nicht! Umso entscheidender ist es, die besten Fotos zu verwenden, die du kriegen kannst.

Eigene Fotos

Fotos sind immer am besten, wenn sie deine eigenen sind. Fotos von dir, deinem Büro, deiner Praxis, deiner Verkaufsräume. Du, während du etwas tust. Dein Team. Denn dann weiß jeder, was bei dir los ist – auch ohne viele Worte. Und nebenbei gesagt, hast du dann auch keine Probleme mit Lizenzrechten.

Benutz so wenig wie möglich Fotos aus Stock-Datenbanken. Warum? Weil sie nichts mit dir zu tun haben. Weil jeder sie benutzen kann. Weil sie austauschbar sind. Aber es gibt Situationen, wo es nicht anders geht.

Mein Kunde, die Detektei Schütt, kann sich aus Sicherheitsgründen nicht zeigen. Aus diesem Grund benutzen wir dort Stockphotos. Sieht es schlecht aus? Nein. Wenn Stock-Bilder in einem schönen Design eingebettet sind, stilistisch abgestimmt sind, ergeben sie ein ästhetisches Gesamtkonzept, das mit „richtigen“ Bildern mithalten kann.

Mach eine Sache besser nicht: Wenn du ein Solo-Unternehmer bist, dann zeig kein hübsches Mädchen mit einem Headset auf dem Kopf. Niemand glaubt mehr, dass es diese Person wirklich gibt.

Diese hübsche Frau ist ein Model. Sie ist keine Vertriebsmitarbeiterin – schön wär’s …

Es gibt Gründe, wann Stockphotos perfekt sind: Wenn du einen Blog hast und für jeden Blog-Artikel ein Bild benötigst. Dann ist es meistens viel besser, wenn du nicht versuchst, dich mit Tausend Grimassen selbst zu parodieren und man zu jedem Blog Post dein erstauntes, böses, lachendes oder verzweifeltes Gesicht sieht. Ich persönlich finde das super albern. Und es zeigt nur, dass die Trends aus den USA ohne darüber nachzudenken, ob sie zu unserer Kultur der Selbstdarstellung passen, adaptiert werden.

Wenn du in und um Hamburg wohnst, sagen wir mal bis zu 250km entfernt, dann kannst du gern bei uns anklingeln und Fotos durch uns erstellen lassen. Gunnar kommt zu dir und macht authentische Fotos, die man für alle Seiten verwenden kann.

Alternativ, geh zu einem Fotostudio um die Ecke. Aber stell nie ein Urlaubsfoto oder einen schlechten Schnappschuss auf deine Website. Die Website kann so professionell sein wie nur möglich: Ein schäbiges Porträt mit rot geblitzten Augen, unpassender Kleidung und unvorteilhafter Pose ruiniert jedes Vertrauen in einer Sekunde.

Test: Frag dich selbst mal, wie du es empfindest, wenn „Profis“ sich so ablichten. Kaufst du dort noch?

Tipp: Wenn immer möglich, zeige lieber etwas, als dass du es mit Worten beschreibst. Website-Besucher lesen nicht, sie scannen. An Bildern und Grafiken bleibt der Blick hängen. Gute Fotografien sind der halbe Erfolg.

Kostenlose Stockphotos

Wenn du knapp bei Kasse bist, kann es sich für dich lohnen, auf kostenlose Stock-Bilder zu setzen. Meine persönlichen Top 3 findest du hier:

Aber beachte die Lizenzen. Nur, weil etwas im Internet kostenlos ist, heißt es nicht, dass du es einfach gedankenlos benutzen darfst. Auf jeder Seite der Anbieter findest du Infos darüber, wie du die Bilder verwenden darfst – und was du besser nicht damit tun solltest. Damit wir uns richtig verstehen: Es kann sehr SEHR teuer für dich werden, wenn du hier Fehler machst.

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann kaufe Stockfotos besser.

Kostenpflichtige Stockphotos

Die Fotos von professionellen Stock-Datenbanken sind deutlich professioneller als die der kostenlosen. Du findest hier auch häufiger Serien aus einem Foto-Shooting. Damit kannst du viel glaubwürdigere Bilderwelten schaffen. Meine Top 3 sind:

Hier findest du fast alles. Diese Anbieter gibt es schon ewig. Sie bieten Millionen Bilder an.

Achte aber auch hier auf die Lizenzen. Auch hier darfst du nicht alles machen, aber zumindest hat man hier eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Bilder nicht einfach geklaut und hochgeladen sind.

Design

Kommen wir zu dem, worauf du schon die ganze Zeit wartest. Wobei ich dir versichern kann, dass die Themen Ziele und Texte weitaus relevanter für dich sind. Nun hast du so tapfer gelesen, jetzt kann es auch mal schön werden:

Farben auswählen

Kontrast etc.

Schriften auswählen

Nutz keine Systemschriften. Die Zeiten von Arial, Verdana und Times New Roman sind vorbei. Bei über 1.000 Google Schriftarten wäre es schade, wenn du dich so einschränkst. Aber nimm vielleicht auch nicht jede total abgefahrene Schrift. Sie soll noch irgendwie zu dir passen.

Verwende nicht mehr als zwei unterschiedliche Schriftarten. Sonst wird es zu wild.

Tipps & Tricks aus der Praxis

Design ist nichts, was man mal eben aus dem Ärmel schüttelt. Selbst mit einem guten Template als Basis, sieht die Sache schon ganz anders aus, wenn man seine eigenen Inhalte einfügt. Daher:

Tipp Nr. #1: Feile an den Details

Wenn dir das Ergebnis deines Designs nicht gefällt, fang nicht gleich wieder von vorn an. Meistens reicht es schon, wenn du Details änderst. Und schon hast du eine ganz andere Wirkung. Die Gestaltung einer Website bedarf vieler kleiner Anpassungen bis der Gesamteindruck stimmig ist.

Tipp Nr. #2: Vermeide Dekoration

Füge nicht irgendetwas dazu, was du zufälligerweise in deinem Werkzeugkasten findest: Hier eine Trennlinie, da einen Schatten oder 3D-Effekt, gern noch einen Verlauf. Frag dich bei jedem Element, ob es dem Ergebnis etwas Wertvolles hinzufügt. Wenn nicht, lass es weg. Erinner dich an die Goldene Regel Nr. #3.

Tipp Nr. #3: Mach Wichtiges deutlich

Visitors can’t use something they can’t find. Critical elements should be consistent and obvious. Never make a visitor probe or search for important elements. Deine Besucher müssen das Wesentliche sofort erkennen können. Mach das Wesentliche groß oder anders deutlich. Nötige die Leute nicht dazu, etwas mühselig zu suchen, was eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte.

White Space ist eine Möglichkeit, Elemente zu strukturieren. Gibt ihnen Raum zum Atmen.

Websites should be scannable. People don’t read websites, they scan websites. Make your website scannable: highpght words, break up paragraphs and use lists when possible.

Tipp Nr. #4: Teste und beobachte

Der größte Fehler wäre wohl, seine Website zu erstellen und zu vergessen. Eine Website ist irgendwie auch ein Lebewesen, sie lebt von dir. Wenn du dich ihr versagst, geht sie ein wie ein Tamagotchi.

Um zu wissen, ob deine Website funktioniert, teste sie. Das einfachste ist, du zeigst sie Leuten und lässt sie einen Augenblick damit in Ruhe. Suchen sie? Haben sie Fragezeichen im Gesicht? Versteh das nicht als Kritik, sondern als Chance für Verbesserungen.

Wenn du die Möglichkeit hast, echte Kritik zu bekommen, gibt es nichts besseres. Denn jemand da draußen macht sich nicht die Mühe. Der klickt einfach weg und schert sich nicht weiter um dich.

Optimiert für Mobil-Telefone

Studies have shown that visitors are five times more likely to leave a site if it isn’t mobile-friendly— so it’s critical that websites be mobile-friendly.

Auch wenn du deine Website natürlich am Computer erstellen wirst, vergiss nicht, dass es da draußen mehr und mehr Menschen gibt, die ihren Computer so gut wie gar nicht mehr verwenden und alles vom Handy aus machen.

Daher ist es wichtig, dass du deine Website ausgiebig für kleine Displays testest. Achte auf Details. Auch wenn die Headline trotzdem noch leserlich ist, wenn sie rechts leicht aus dem Bildschirm herausfällt. Ist es schön? Wirkt es liebevoll? Eher nein.

Optimiert für Google

Den Zahn muss ich dir als erstes ziehen: Trau niemandem, der behauptet, er könne dich bei Google auf Platz 1 bringen. Das ist eine Lüge. Denn es gibt schlicht und ergreifend keine Garantie dafür.

Genauso gut könnte ein Sprinter behaupten, er würde die nächste Olympiade gewinnen. Und die nächsten zehn auch noch.

Egal, wie viel Geld du in die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) steckst, es gibt niemandem auf der Welt, der dich garantiert auf die erste Position bringen und dort halten kann.

Es sei denn, es handelt sich nicht um die natürliche, organische Suche, sondern um die bezahlte (die ersten drei Anzeigenplätze). Und selbst dafür gibt es keine Garantie, denn jemand anderes könnte einfach mehr dafür bezahlen, dort als erster zu erscheinen.

Jeder Klick bei den bezahlten Plätzen kostet Geld. Und wenn dein Budget aufgebraucht ist, verschwindet deine Anzeige für den Rest des Monats.

Gute Platzierung nur mit langem Atem

Es gibt keine Abkürzungen auf dem Weg nach oben. Eine Top-Position bei Google zu erreichen ist eine zähe Angelegenheit, aber es ist möglich.

Was musst du dafür tun?

  1. Keywords — Keywords entsprechen den Suchbegriffen, die die Leute in den Suchschlitz bei Google eingeben, z.B. „Website selbst erstellen“.
  2. Herausragende Inhalte — Google wägt anhand vieler Kriterien ab, welche Websites für bestimmte Keywords wohl die meiste Relevanz haben und zeigt sie weiter oben an. Längere Texte haben automatisch bessere Chancen, weil sie ein Thema ganzheitlich abhandeln.
  3. Links — Wenn andere Websites auf deine verlinken (sogenannte Backlinks), dann ist das ein Signal für Google, dass du irgendwie wichtig sein musst. Leider ist diese Aufgabe besonders schwer, denn sie erfordert Geduld und Durchhaltekraft.

Lokale Suchmaschinenoptimierung

Wenn du ein lokales Geschäft hast, dann wirst du versuchen, mit dem Ortsnamen gefunden zu werden, zum Beispiel mit „Zahnarzt Hamburg“. Je enger du mit der Ortsbeschreibung wirst – oder je kleiner der Ort ist – desto größer sind dein Chancen, ohne viel Aufwand eine gute Platzierung bei Google zu bekommen.

„Zahnarzt Hamburg Altona“ hat bereits bessere Chancen. Mit „Zahnarzt Hamburg Altona Implantologie“ bist du fast mit Garantie in den Top 10, da es vermutlich wenig Konkurrenz in so einem begrenzten Bereich gibt. Und wenn, dann kann man sie leicht mit einigen Optimierungen auf der Website schlagen.

Was du auf jeden Fall in Betracht ziehen solltest, wenn du ein lokales Geschäft, eine Praxis, eine Kanzlei oder ein Studio betreibst:

1. Google My Business

Google My Business erscheint in der Google-Suche im rechten Teil und in Google Maps. Deinen Eintrag kannst du für dich beanspruchen und ihn bequem bearbeiten. Er ist kostenlos.

2. NAP-Daten

NAP steht für nameaddress and phone (also Name, Adresse und Telefon). These three details are the signature that Google uses to follow your business across the web. The more “local citations” you have with this information, the better.

You’ll want to keep you NAP as consistent as possible— inconsistent NAP can confusing to Google— so make sure your business is properly listed on the main review platforms such as TripAdvisor, Yelp, and Facebook.

3. SEO

Regular old website SEO also effects your local business listing— so you’ll want to make sure you’re hitting on the fundamentals of SEO: links, anchor text, linking domain authority and more.

Fazit: Geheimnisse einer guten Website

Wenn du dir nur 9 Dinge aus diesen Artikel merken möchtest, dann diese:

Ein Ziel ist das A und O
Strukturierung ist der erste Schritt
Vier Seiten sind erstmal genug
Gutes Design ist ein Prozess
Schreib natürlich und scanbar
Nimm nur die besten Fotos
Denk auch an Handies
Kümmer dich um Google
Testen nicht vergessen

3 Antworten

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